Monsieur TouTou bleibt unerschütterlich gelassen - Detail - 2011
In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit Märchen und Mythen. Spreche Tiere heilig, die sowohl in der christlichen als auch zuvor in der heidnischen Kultur besondere Stellungen einnahmen, wie z. B. den Widder, zu Massen geopfert und dadurch entritualisiert wurden. Ich kanalisiere die Strömungen, welche Bestandteil unserer Kultur sind und inszeniere Bilder mit archaischen Wiedererkennungswerten. Bevorzugt arbeite ich mit einer klaren Bildsprache, die sich durch Überhöhungen auszeichnet. Hauptfiguren meiner Bilder sind Tiere, Menschen, als auch die Verknüpfung von beiden, umrahmt von ornamentalen Landschaften und eindeutigen Symbolen. Unter Verwendung verdichtender Erzählstrukturen, verwebe ich diese auf der Leinwand zu lesbaren Geschichten. Die gewöhnliche Realität findet in meinen Arbeiten keinerlei Zuflucht. Vielmehr entstehen Schutzräume für die individuelle Wahrnehmung. Traumgleich begegnet das individuelle Bewusstsein dem kollektiven Unterbewusstsein in Form von unwahrscheinlichen Begegnungen. Charakteristika meiner Bilder sind wundersame, fantastische Elemente, die in ihrer Nähe zum märchenhaften Mythos, als ein Ergebnis unbewusster Handlung, zu einer bildhaften Projektion der eigenen Weltauffassung einladen.
The last of his kind - Detail - 2010
In my artwork I use fairy tales and myths. I canonise animals that had special significations in the Christian as well as in the premonitory pagan culture. For example the aries that became mass sacrificed and thereby deritualized. I canalize currents that are part of our culture and produce pictures with archaic recognition values. I prefer to work with imageries that are characterized by superelevation. My protagonists are animals and human beings as well as the alliance of both species framed by ornamental sceneries and unequivocal symbols. Using condensing narrative structures, I create readable stories on canvas. Reality finds no shelter in my artwork. Instead there emerge safe rooms for individual perception. Dream-like the individual consciousness meets the collective subconsciousness, yet that are rather unlikely encounters. Characteristics of my pictures are wondrous and mythical elements that invite the beholder to project and visualize his own conception of the world.
Ann Besier ©2011