STATEMENT

                                                                     Foto © Dirk Haase
Foto © Dirk Haase

Das Fundament meiner Arbeit gestaltet sich aus den Erfahrungen und Erlebnissen meiner Kindheit, sowie aus dem gegenwärtigen Wahrnehmen und dessen Bewusstsein. Bei der Wahl meiner Sujets lasse ich mich einerseits von meiner Inspiration leiten, andererseits arbeite ich themenbezogen und konzeptionell. Die Grenzen zwischen Inspiration und Konzept verlaufen hierbei fließend.

 

In meinen aktuellen Arbeiten distanziere ich mich von festen Formen, der konkreten figurativen Darstellung. Der Fokus liegt auf der Beziehung der Farben zueinander. Organische Strukturen sind erkennbar, teils topografisch, erinnern sie entfernt an Satellitenbilder. Konturen geben Hinweise, doch sind diese ohne jegliche Bindung zueinander lesbar. Meine Intension ist es, den Blick nicht mehr durch Festgelegtes zu begrenzen. Ich arbeite prozesshaft. Die Malerei ist wie eine stetige Entwicklung. Ich entdecke, übermale, ergänze, verwerfe. Nicht der Verstand agiert, sondern der Prozess des Malens formt und gestaltet.

 

Thematisch setze ich mich in meinem künstlerischen Prozess mit der Entfremdung der Lebewesen und ihrer Vergänglichkeit auseinander. Meine Bilder dienen im weitesten Sinn, als Erweiterung unserer individuellen Wahrnehmung. Sie sind Schutzräume für Tiere, Pflanzen und Menschen. Die Natur an sich, hat für mich eine Geschichte, die wir täglich verändern und neu entdecken können. Sie ist kein abstrakter Begriff, denn wir alle sind ein Teil dieser Natur.

 

 

 

The foundation of my work originates from the experiences and events I lived in my childhood, as well as from the present perception and consciousness. When choosing my subjects, I let myself be guided on the one hand by my inspiration, on the other hand my work is theme-related and conceptual. Here, the boundaries between inspiration and concept are blurred.

 

In my current works, I distance myself from solid forms, concrete figurative representations. Focus lies on the relation of colors. Organic structures are perceptible, partly topographically, vaguely reminiscent of satellite imagery. Contours provide clues but reading them demands no interconnections.  My intention is to no longer limit one’s view to the preassigned. I work process-oriented. Painting is a constant development. I discover, repaint, amend, discard. It is not the mind that acts, but the process of painting that shapes and designs.

 

In my artistic process, I deal with the themes of alienation and transience of living creatures. In the broadest sense, my paintings serve as an enlargement of our individual consciousness. They are shelters for animals, plants and human beings. Nature itself provides a story that we can change and rediscover every day. It is not an abstract concept, as we all are part of that nature.

 

 

© Ann Besier 2018 I Translation. Nastassja Janocha